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Aktuelles

Wacholderheide Josbach - Erweiterung und Festzaun

Die Wacholderheide Josbach ist ein seit langem bestehendes Naturdenkmal, das viele Jahre lang mit Schafen beweidet wurde. Nachdem der Schäfer jedoch aus Altersgründen die Beweidung aufgeben musste und kein neuer Pächter gefunden werden konnte, überlegten Stadt Rauschenberg und Untere Naturschutzbehörde des Landkreises ein neues Weidemanagement zu installieren. Mit Unterstützung der Agentur Naturentwicklung konnte eine angrenzende städtische Fläche für das Projekt zur Verfügung gestellt und damit die Projektfläche erweitert werden. Nachdem auch ein Pächter gefunden wurde, der die Wacholderheide und die Erweiterungsfläche mit Coburger Fuchsschafen beweiden wird, wurde Mitte September 2019 ein ca. 1,5 Km langer Festzaun gezogen. Seit Anfang Oktober stehen die Schafe nun auf der Fläche und haben bereits deutlich sichtbare Fraßspuren hinterlassen. Es wird interessant sein zu beobachten, wie sich das neue Weidemanagement auf die Josbacher Heide auswirken wird. Wir werden an dieser Stelle über die Weiterentwicklung berichten (Oktober 2019).

Landkreis doppelt ausgezeichnet

Wir sind ein offizielles Projekt UN-Dekade biologische Vielfalt! So betitete der Landkreis eine weitere Auszeichnung für seine Aktivitäten zum Bürgerdialog Biodiversität.

Aus der Pressemitteilung des Landkreises:
Auf der Zukunftskonferenz würdigte der Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, Michael Roth, als „Überraschungsgast“ die Veranstaltungsreihe Bürgerdialog Biodiversität als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt (mehr zur UN-Dekade Biologische Vielfalt). Das von Mitarbeitenden der Kreisverwaltung erarbeitete Projekt setze in vorbildlicher Weise ein deutliches Zeichen für das Engagement zur Erhaltung biologischer Vielfalt in der Bundesrepublik. Bereits seit 2016 informiert der Kreis über die Notwendigkeit des Erhalts der biologischen Vielfalt und entwickelt gemeinsam mit den Menschen vor Ort entsprechende Lösungen. (Hier im Dialograum weitere Informationen finden).Staatsminister Roth hob in seiner Laudatio besonders hervor, dass der Dialog zum "Mitmachen" aufrufe und so unterschiedliche Interessengruppen und Menschen einbinde. Genau diesen möchten wir auch danken: Ohne Vielfältiges Engagement - kein vielfältiger Dialog: Die Prämierungen sind deshalb in erster Linie all denen "an zu lasten" die sich mit uns gemeinsam für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzen.

Pressevorstellung Quellsumpf unter der Waschbach

Im Beisein von Landrätin Fründt, Vertretern der Stadt Amöneburg, Vertretern der Unteren Naturschutzbehörde, der Leiterin des NIZA, des Bewirtschafters und anderer Projektbeteiligter hat der Landkreis das Projekt 'Quellsumpf unter der Waschbach' in einem Pressetermin vorgestellt. Die Infotafel wurde von der Agentur Naturentwicklung gestaltet und von der Fa. Holzschindelmanufaktur Markus Bischof aufgestellt (August 2019).

Breidenbach stellt Prozessschutzfläche Kabe vor

Als Beitrag zur Biodiversitätsstrategie und zum Klimaschutz hat die Gemeinde Breidenbach 16 ha ihres Gemeindewalds aus der forstwirtschaftlichen Nutzung genommen und als Prozessschutzfläche ausgwiesen. Es handelt sich um einen Waldbereich, der nach verschiedenen Kriterien ausgewählt wurde: Laubwald, hohes Alter der Bäume, hohe Biodiversität und Nischenreichtum, hoher Totholzanteil, Vorkommen relevanter Tierarten, beruhigter Waldbereich etc. Mit Ausnahme einer Verkehrssicherungspflicht entlang des randlichen Weges werden in den nächsten Jahren keine Bäume mehr entnommen, der Wald bleibt sich selbst überlassen. Die Gemeinde hat nun mit einem Pressetermin auf die Ausweisung dieser Prozessschutzfläche in ihrem Gemeindewald und ihr Engagement für den Naturschutz aufmerksam gemacht. Das Konzept für die Prozessschutzfläche hatte die Agentur Naturentwicklung erarbeitet (August 2019).

Projekt Stein im Hinterländer Anzeiger

Foto: Mark Adel

In der Sommerpause hat das von der Agentur Naturentwicklung betreute Beweidungsprojekt Stein, das in der Trägerschaft der Gemeinde Breidenbach steht, einen Weg in den Hinterländer Anzeiger gefunden. Trotz weit über 30°C nahmen sich Bürgermeister Christoph Felkl, Ursula Mothes-Wagner von der Agentur Naturentwicklung und Laura Loose, die Tochter des Bewirtschafters, Zeit, Redakteur Mark Adel das Projekt vorzustellen. Lauras Ponys begleiteten die Besucher über die Fläche, während Rinder und Schafe die Hitze im Schatten ruhend verbrachten. Der Artikel zum Besuch erschien am 18. Juli 2019 unter der Rubrik Hinterländer Anzeiger+ (Juli 2019).

Neustadt erblüht

Der Rückgang der Insekten ist inzwischen ein Thema, das auch von vielen Kommunen und ihren Bürgern aufgegriffen wird. Auch die Stadt Neustadt (Hessen) hat sich dem Thema gewidmet und unter dem Slogan 'Neustadt (Hessen) erblüht' 2019 eine Aktion gestartet. Mit einer Auftaktveranstaltung am 06. Mai 2019 informierte die Stadt ihre Bürger über das Thema Insektensterben und was jeder Einzelne dagegen tun kann. Meike Bonsa, Mitarbeiterin der Stadt Kirchhain, die in den letzten Jahren umfangreiche Erfahrungen mit der Anlage von Blühinseln sammeln konnte, berichtete über Erfolge und Misserfolge und gab Empfehlungen für eine Anlage von Blühflächen. Ergänzt wurde der Vortrag durch Werner Gemmeker vom Bieneninstitut Kirchhain. Frau Mothes-Wagner führte als Moderatorin durch die Veranstaltung, an deren Ende jeder Teilnehmer ein Tütchen mit ausgewähltem Regiosaatgut für den heimischen Garten mitnehmen konnte. Eine ergänzende Broschüre [1.261 KB] hält Informationen zum Thema und zur Auswahl von bienenfreundlichen Blumen, Blumenzwiebeln und Sträuchern bereit. Die OP berichtete in ihren Ausgaben vom 4. und 8. Mai 2019 über die Aktion der Stadt.

Im Spätsommer wird die Aktion Neustadt (Hessen) erblüht durch eine Vorbereitung städtischer Flächen für die Anlage von Blühinseln und im Herbst durch eine Informationsveranstaltung für Landwirte fortgesetzt. (Mai 2019)

Quellsumpf unter der Waschbach

Foto: M. Bischof
Foto: M. Bischof

Im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Marburg-Biedenkopf hat die Agentur eine Infotafel zum Projekt 'Quellsumpf unter der Waschbach' erstellt. Das Projektgebiet liegt nördlich der Waschbach am Nordhang der Amöneburg und weist eine hohe Zahl an besonderen Lebensräumen und Artvorkommen auf. Zum Erhalt dieser Lebensräume und Arten hat die Untere Naturschutzbehörde verschiedene Maßnahmen umgesetzt, welche die hohe Wertigkeit des Quellsumpfs sichern sollen (Mai 2019).

Info-Tafeln für Kiesgrube Goßfelden

Im Auftrag der Gemeinde Lahntal hat die Agentur Naturentwicklung zwei neue Infotafeln für die Kiesgruben in Goßfelden erstellt. Mit den Tafeln will die Gemeinde Lahntal über den Lebensraum Kiesgrube informieren und Besucher um Rücksichtnahme auf die im Kiesgrubengelände lebenden Tiere und Pflanzen bitten. Die beiden Tafeln stellen zum einen den Lebensraum Kiesgrube, der durch ein Mosaik an unterschiedlichen Biotopen, von nass bis trocken, geprägt ist, zum anderen typische Tier- und Pflanzenarten dar (Januar 2019).

Landkreis gewinnt Wettbewerb des BMU

Bereits seit einigen Jahren versucht der Landkreis das Thema Biodiversität und die Umsetzung der hessischen Biodiversitätsstrategie durch einen Bürgerdialog zu unterstützen. Dabei wurden auf Landkreisebene verschiedene thematische Arbeitsgruppen eingerichtet. Aber erst die Ideen und Aktionen auf der Gemeindeebene (sog. Gemeindechecks) bringen konkrete Maßnahmen zur Umsetzung. Mit dieser Strategie der Bürgerbeteilung hatte sich der Landkreis an der Ausschreibung des Bundesumweltministeriums beteiligt.

Aus der Pressemitteilung des Landkreises:
Der in diesem Jahr vom Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt zum ersten Mal ausgeschriebene Wettbewerb zeichnet herausragende Bürgerbeteiligungsprojekte aus, die als Beispiele guter Praxis dienen können. Dabei setzte sich Marburg-Biedenkopf als einziger prämierter Landkreis und hessischer Beitrag mit dem Bürgerdialog Biodiversität unter fast 160 Beiträgen in der Kategorie „Strategie“ durch. ...
Der Bürgerdialog Biodiversität ist ein seit mittlerweile zwei Jahren laufender, dauerhafter Prozess, an dem sich neben Mitarbeitern der Verwaltung, professionelle Akteure des Natur- und Artenschutzes sowie Bürgerinnen und Bürger dauerhaft beteiligen. Am Beginn stand, unterstützt von der Möglichkeit der Online-Beteiligung, zunächst eine Auftaktkonferenz. Hieran schlossen sich die Gründung verschiedener durchgängig aktiver Arbeitsgruppen sowie lokaler Ortsteil-Initiativen an. Solche sogenannten Gemeindechecks laufen bereits in Niederwalgern und Kleinseelheim und sollen dabei helfen, Bürgerinnen und Bürger vor Ort zu aktivieren und bei Verwirklichung eigenständiger Projekte unterstützen.

Momentaufnahmen der Naturentwicklung

Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Marburg-Biedenkopf hat in den letzten Jahren mehrere Naturschutzprojekte initiiert und finanziell unterstützt. Ein Kalender für 2019, der von der Agentur gestaltet wurde, stellt einige dieser Projekte, die mit verschiedenen Partner umgesetzt wurden, in aussagekräftigen Bildern über den Jahresverlauf vor. Der Kalender ist nicht verkäuflich, sondern wird an einen ausgewählten Personenkreis zum Dank für ehrenamtliches Engagement überreicht (November 2018).

Sonstige Aktivitäten

Die Agentur hat zusammen mit der unteren Naturschutzbehörde für den Landkreis ein Faltblatt zum Thema 'Veranstaltungen im Einklang mit der Natur' erstellt. Es enthält Informationen darüber, welche Vorgaben bei der Planung von Veranstaltungen im Außenbereich zu beachten sind. Sie können es hier [314 KB] herunterladen.

Bereits im letzten Jahr wurde das Rote Wasser zwischen Hof Fleckenbühl in Schönstadt und der Rondehäuser Mühle renaturiert. Die Agentur hat hierzu eine Tafel [4.115 KB] erstellt, die über die Maßnahme informiert (Mai 2018).

Die im Rahmen der Umsetzung der hessischen Biodiversitätsstrategie im Landkreis gegründete AG Gewässerentwicklung hatte am 17. Juni 2018 zu einem Mitmachtag an der Salzböde eingeladen. Die Agentur hat hierfür den Einladungsflyer [388 KB] und ein Poster [337 KB] erstellt (Mai 2018).

Durch einen der stärkeren Stürme im Frühjahr, waren in Achenbach mehrere große Fichten und Kiefern umgefallen und hatten die Zaun um das Weideprojekt Stein erheblich beschädigt. Nach Pfingsten konnte der Schaden durch den Zaunbauer und den Pächter behoben und die Tiere auf die Fläche aufgetrieben werden (Mai 2018).

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