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Aktuelles

Naturschutzgebiet Unter der Waschbach

Nachdem bereits Anfang des Jahres eine Infotafel am Projektgebiet 'Unter der Waschbach' aufgestellt wurde, erfolgte nun die Ausweisung als Naturschutzgebiet durch die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Marburg-Biedenkopf. In dem 4,4 ha großen Naturschutzgebiet „Unter der Waschbach“ werden selten gewordene Lebensräume wie Feuchtgrünland, magere Flachland-Mähwiesen, Streuobstwiesen, Amphibientümpel, ein Großseggenried und ein artenreicher Quellsumpf besonders geschützt. Insbesondere das Vorkommen von Orchideenarten, wie dem Breitblättrigen Knabenkraut oder der Sumpfstendelwurz, von Wundersegge, Sumpf-Dreizack und Schmalblättrigen Wollgras machen den Wert des Gebietes aus. Hinzu kommen Tierarten, wie der Siebenschläfer, der Steinkauz, Grün- und Buntspecht. Ein etwa 200 Jahre alter imposanter Feldahorn ergänzt die Wertigkeit des Schuztzgebietes und wird von der Unteren Naturschutzbehörde als Naturdenkmal ausgewiesen.

Um Bürgern auch außerhalb des Naturschutzgebietes Informationen über dessen Schutzwürdigkeit zu geben, hat die Agentur im Auftrag der UNB ein Faltblatt erstellt, das über die Schutzwürdigkeit, die vorkommenden Tier- und Pflanzenarten sowie die Pflege des Gebietes informiert. Sie können sich das Faltblatt durch anklicken der Titelseite anschauen und herunterladen (Oktober 2022).

Weitere Verantwortungsarten

Die Faltblattreihe 'Im Blick - Unsere Verantwortungsarten' wurde mit den Lebensräumen Moore und Magerrasen sowie strukturreiches Offenland fortgesetzt. Mooren und Magerrasen gemeinsam ist eine ausgeprägte Nährstoffarmut, wobei Moore Extremstandorte in nassen Bereich, Magerrasen jedoch im trockenen Bereich sind. Beide Lebensräume beherbergen eine besondere, meist gefährdete Gemeinschaft von Pflanzen und Tieren, die es zu erhalten gilt.

Auch das strukturreiche Offenland mit Hecken, Obstwiesen und -reihen, Teichen und Tümpeln, Feldgehölzen, Allen u.a. Kleinstrukturen ist Lebensraum vieler, früher weit verbreiteter Arten. Durch den Rückgang dieser Lebensräume infolge von neuen Infrastrukturmaßnahmen, neuen Baugebieten, Intensivierung der landwirtschaftlichen Bodennutzung und anderen Aktivitäten, welche die kleinräumig wechselnden und miteinander verzahnten Lebensräume/Habitate zugunsten größerer einheitlicher Bewirtschaftungseinheiten aufgeben, sind die jeweiligen Lebensgemeinschaften und Arten in ihrem Bestand gefährdet

Die Agentur hat den Text der beiden Faltblätter in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde, Frau Katharina F. Hof erarbeitet sowie das Layout erstellt. Sie können sich die Faltblätter 'Wald', [301 KB] 'Moore und Magerrsen [319 KB] ' sowie 'Strukturreiches Offenland [327 KB] ' hier anschauen und herunterladen. (Oktober 2022)

Verantwortung für Artenvielfalt

Die Rückgänge von ehemals verbreiteten und/oder häufigen Lebensräumen sowie Tier- und Pflanzenarten hat dazu geführt, dass die Hessische Landesregierung eine Biodiversitätsstrategie entwickelt hat, mit welcher u.a. dieser Rückgang von Lebensräumen und Arten gestoppt werden soll. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden gefährdete Arten auf fachlicher Basis ausgewählt. Jeder Landkreis in Hessen ist nun für ein Paket der ausgewählten Tier- und Pflanzenarten verantwortlich, so auch der Landkreis Marburg-Biedenkopf (siehe auch 'Infos für Sie'). Zu den 'Landkreisarten' gehören z.B. Arnika, Kleines Knabenkraut, Rundblättriger Sonnentau, Edelkrebs, Laubfrosch, Braunkehlchen, Kiebitz, Raufußkauz und Wildkatze. Zur Stabilisierung der noch vorkommenden Populationen sollen verstärkt Maßnahmen entwickelt werden. Um über diese sogenannten 'Verantwortungsarten' des Landkreises Marburg-Biedenkopf zu informieren, hat die Untere Naturschutzbehörde eine Faltblattreihe: 'Im Blick: Unsere Verantwortungsarten' herausgegeben. Das erste Faltblatt beschreibt den Lebensraum Wald mit den Arten Wildkatze, Bechsteinfledermaus, Raufußkauz und Mopsfledermaus. Die Agentur ist hier bei der Texterstellung unterstützend tätig geworden und hat auch das Layout übernommen (August 2022).

Heckenpflegekonzept

Das Thema Hecken in der Landschaft und deren Pflege ist immer wieder ein Thema, das an die Agentur herangetragen wird. Bereits 2017 hatte die Agentur im Auftrag der Gemeinde Cölbe ein Heckenpflegekonzept für Schönstadt erstellt (s. auch 'Infos für Sie' -> Präsentationen). Grundzüge dieses Heckenpflegekonzepts wurden in einer Broschüre der Gemeinde Cölbe veröffentlicht (s. Infos für Sie' -> Broschüren). Das Projekt traf sowohl innerhalb als auch außerhalb des Landkreises auf ein reges Interesse, so dass die Agentur die Ergebnisse u.a. in einem Webinar des Landschaftspflegeverbandes Groß-Gerau vorstellen konnte (Präsentation s.u.). Aber auch im Landkreis Marburg-Biedenkopf gab es Interesse an einer Infoveranstaltung zu diesem Thema. Am 21. September 2022 stellte die Agentur das Projekt in der Gemeinde Dautphetal vor. Im Rahmen der Veranstaltung wurden von den Teilnehmern interessante Diskussionsbeiträge geliefert, welche in die Weiterentwicklung des Heckenpflegekonzepts eingehen sollen. (September 2022)

Tafel Naturdenkmal Huteeichen von Betziesdorf

Bereits 1987 wurden drei alte Huteeichen am Ortsrand von Betziesdorf als Naturdenkmal ausgewiesen. Durch die ausbleibende Pflege und das Aufkommen von Gehölzen sind die drei Eichen mit der Zeit jedoch eingewachsen, so dass man ihren ökologischen Wert kaum mehr erkennen konnte. Im Winter 2021/2022 wurde das Naturdenkmal im Auftrag der Stadt Kirchhain und der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises wieder freigestellt, so dass die Bäume in ihrer ganzen Pracht nun wieder erlebbar sind. Eine von der Agentur gestaltete Tafel informiert über die Bedeuntung von Hutebäumen als Relikte früherer Nutzungen (Juli 2022)

Neue Infotafel Feuersalamander

In der Gemeinde Lahntal führte ein landwirtschaftlicher Weg entlang eines Waldrandes, auf dem es immer wieder zu Überfahrungen von Feuersalamandern kam. Die Gemeinde hat diesen Weg nun für den PKW-Verkehr gesperrt. Damit die Bürger den Grund für diese Sperrung erfahren, hat die Gemeinde bei der Agentur Naturentwicklung eine eine Infotafel in Auftrag gegeben, die über den Feuersalamander und seine Gefährdung informiert. Gleichzeitig soll die Tafel auch die Bürger um Mithilfe beim Schutz der bedrohten Art bitten. Die Infotafel wird nun an exponierter Stelle am Weg aufgestellt (Mai 2022).

Eh da - Konzept Neustadt (Hessen)

Die Stadt Neustadt (Hessen) verfügt über eine Vielzahl an städtischen Flächen, die sich sowohl im Siedlungsbereich (Grünflächen, kleine Parkanlagen, Straßenbegleitflächen, Ufersäume etc.), als auch im Offenland (Wegraine, Graswege, Straßenbegleitgrün, Ufersäume, unbelegte Friedhofsflächen, Teilflächen von Spielplätzen etc.) befinden. Bei der überwiegenden Zahl der innerstädtischen Grundstücke handelt es sich um Flächen, die vom Bauhof gepflegt werden. Dabei schwanken die einzelnen Flächengrößen zwischen 23 qm und etwa 1 ha. In Mengsberg summieren sich die Pflegeflächen auf ca 3 ha, in Momberg auf ca. 1,6 ha, in Neustadt auf ca. 14 ha und in Speckswinkel auf ca. 2,6 ha Fläche, die durch die Stadt gepflegt werden (eigene Zusammenstellung der Stadt). Daraus ergibt sich, dass insgesamt ca. 21 ha Flächen für eine Pflegeextensivierung und ökologische Aufwertung zur Verfügung stehen. Einige dieser Flächen eignen sich nicht für eine Pflegeextensivierung (z.B. eine kleine Rasenfläche um eine Littfasssäule oder um eine Parkbank), andere bieten aber auf Grund ihrer Größe vielfältige Möglichkeiten, durch eine Pflegeextensivierung oder Umgestaltung mehr Artenvielfalt zuzulassen.
Für diese Flächen entwickelte die Agentur das 'Eh da Konzept Neustadt (Hessen)', das auf der für Neustadt an der Weinstraße vom Institut für Agrarökologie der RLP AgroScience in Zusammenarbeit mit RIFCON in Hirschberg an der Bergstraße entwickelten Studie "Eh da-Flächen in Agrarlandschaften" beruht. Inzwischen hat sich das Eh da-Konzept kontinuierlich weiterentwickelt und wird von zahlreichen Kommunen in Deutschland umgesetzt. Das Projekt und die Konzeptentwicklung für Neustadt an der Weinstraße wurde gefördert vom Forum Moderne Landwirtschaft in Berlin (www.eh-da-flaechen.de). Im Konzept der Agentur wird zunächst die Frage beantwortet, was Eh da- Flächen sind und ob Neustadt (Hessen) über solche Flächen verfügt. Das Konzept ist modulartig aufgebaut: Modul 1 beschreibt allgemeine Möglichkeiten der Pflegeextensivierung auf Grünlandflächen, Modul 2 die Anlage von Blühflächen (Projekt Neustadt (Hessen) erblüht). In Modul 3 findet sich der Wettbewerbsbeitrag zum Bundeswettbewerb Naturstadt mit dem Titel 'L(i)ebenswerte Oasen der Ruhe und biologischen Vielfalt' (Friedhöfe). Modul 4 befasst sich mit dem Thema Wegränder und Säume, Modul 5 fasst Möglichkeiten der Gewässerrenaturierungen zusammen und nimmt Bezug zum Programm '100 Wilde Bäche in Hessen'. Jedes Modul formuliert die jeweiligen Ziele, den Status Quo und Empfehlungen für das weitere Vorgehen.
Das Konzept wurde im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen, Umwelt, Landwirtschaft und Forsten sowie Soziales und Kultur und in einer öffentlichen Infoveranstaltung anhand eines Vortrags vorgestellt. Wenn Sie mehr über das Eh da - Konzept erfahren wollen, können Sie sich den Vortrag hier [9.913 KB] anschauen (Mai 2022).

Infotafeln zur Sperrung der K 59 aufgestellt

Seit Jahren wandern Amphibien über die K 59 zwischen Niederwalgern und Roth. Seit Jahren werden die Zahlen der wandernden Arten registriert. Seit einigen Jahren wird die Straße während der Frühjahrswanderung der Amphibien gesperrt. Um die Verkehrsteilnehmer über die Gründe der Sperrung zu informieren hat die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises eine Infotafel von der Agentur erstellen und aufstellen lassen, die über die Wanderung unserer Amphibien informiert. Wir hoffen damit, bei den Autofahrern ein Verständnis für die Straßensperrung zu erzeugen und einen Beitrag zum Schutz unserer stark bedrohten Amphibien zu leisten (April 2022).

Landwirtschaftspfad Lahntal

Die AG Biodiversität der Zukunftskonferenz in der Gemeinde Lahntal hatte die Idee, einen Landwirtschaftspfad einzurichten, bei dem alte landwirtschaftliche Geräte zu Ruhebänken umgebaut wurden und acht Infortafeln über verschiedene Themen zur Landwirtschaft früher und heute informieren. Die Agentur hat die Tafeln gestaltet, die Texte wurden von der AG Biodiversität geliefert. Ende September 2021 wurden die Tafeln am Landwirtschaftspfad aufgestellt und im Rahmen eines Pressetermins von der Gemeinde präsentiert. (September 2021)

Alle Fotos: Holzschindelmanufaktur M. Bischof

Webseminar Heckenpflege

Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Groß-Gerau war durch eine Recherche auf das von der Agentur für die Gemeinde Cölbe erstellte Heckenkonzept aufmerksam geworden und regte einen digitalen Vortrag im Rahmen eines Webseminar an, dem die Agentur gerne nachgekommen ist. Ende August stellte die Agentur das Vorgehen beim Heckenkonzept Cölbe-Schönstadt vor nachdem einige Informationen zu Heckentypen und Heckenpflege gegeben wurden. Es schloss sich eine Diskussion und ein Austausch zu verschiedenen Fragen zwischen den etwas mehr als 15 Teilnehmern des Webseminars an. Den Vortrag können Sie sie hier [12.054 KB] anschauen. (September 2021)

Infotafeln aufgestellt

Nachdem bereits Anfang des Jahres die Infotafeln für die alte Weide in Ebsdorf und das Projekt Weidig bei Lohra von der Agentur erstellt worden waren, konnten sie nun auch vor Ort montiert werden. Herrschte noch in Ebsdorf bei der Montage der Infotafel dichtes Schneetreiben, war es zumindest in Lohra trocken, kalt blieb es jedoch weiterhin. Wir hoffen, dass Spaziergänger und Radfahrer innehalten und sich über die Bedeutung der alten Weide sowie das Projekt Weidig informieren. Die Oberhessische Presse berichtete in der Ausgabe vom 28. April 2021 in einem Artikel, wie es zu dem Projekt gekommen ist (April 2021).

Neu: Stadt Biedenkopf nutzt Beratung der Agentur

Im Herbst 2020 hat die Stadt Biedenkopf als 13. Kommune die Vereinbarung zur Agentur Naturentwicklung Marburg-Biedenkopf unterschrieben. Vorangegangen war ein intensiver Austausch über den Bedarf der Stadt zur Unterstützung durch die Agentur. Schwerpunkte der Arbeiten liegen wie schon in den anderen betreuten Kommunen in der Auswertung der Bauleitplanverfahren seit 1994 (Änderung des Baugesetzbuches) bezüglich der in den Plänen festgesetzten Kompensationsmaßnahmen, der Überprüfung der Umsetzung dieser Maßnahmen und der Einschätzung der Zielerreichung. Noch offene Kompensationsmaßnahmen sollen kurzfristig umgesetzt, für nicht umsetzbare Maßnahmen Alternativen entwickelt werden. Hinzu kommt die Betreuung des städtischen Ökokontos (Oktober 2020).

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